Stellungnahme der ASF Rheinland Pfalz zu einem Burkaverbot

Veröffentlicht am 13.09.2018 in Allgemein

Immer wieder wird von einigen ein sogenanntes „Burka-Verbot“ gefordert, meist auch mit dem Hinweis auf eine zunehmende Zahl von Frauen, die in Deutschland in der Öffentlichkeit die Burka oder Niqab tragen.

Ob dieses subjektive Empfinden der zunehmenden Anzahl der Frauen mit Vollverschleierung den Tatsachen entspricht, mag dahin gestellt bleiben.

 

Die Bedeckung der Frau kommt zum einen aus der Tradition in den jeweiligen Heimatländern und bedarf so zunächst einmal einen respektvollen Umgang mit der Tradition und dem Glauben.

Andererseits sehen wir jedoch gerade aus diesen Ländern kommend eine angeblich aus der Tradition begründete rückwärts gerichtete politische Ideologie.

 

Einer Ideologie lässt sich mit einem Verbot nicht begegnen!

Wir sind der Ansicht, dass zwischen der im Glauben begründeten Wahl eines Kleidungsstücks einerseits und dem politischen Islam andererseits zu unterscheiden ist.

 

Es verunsichert uns, wenn wir auf Menschen in Vollverschleierung treffen.  Und wir sehen auch, insbesondere im öffentlichen Raum oder bei Veranstaltungen, hier ein Sicherheitsrisiko.

Hier gewähren bestehende gesetzliche Bestimmungen wie Vermummungsverbot und das Hausrecht jedoch Möglichkeiten der Regelung.

 

Es steht jeder und jedem frei, die Kleidung zu tragen, in der er oder sie sich wohlfühlt, natürlich auch, wenn dies aus einer religiösen Überzeugung geschieht.

 

Ein Verbot aus kollektiver Angst erscheint weder rechtlich möglich noch notwendig und zielführend.

Wird die Verschleierung getragen als eine politische Aussage, steht dahinter eine Ideologie, die mit unseren Grundwerten nicht vereinbar ist.

 

Die zahlenmäßig sehr wenigen Burka-Trägerinnen sind nicht das Problem, welchem es mit gesetzlichen Maßnahmen und Verboten zu begegnen gilt.

Die Gefahr sehen wir in den konservativen Ideologien und Vorstellungen.

 

Die Forderung nach einem Burka-Verbot spielt gerade diesen konservativen rechtsgerichteten Kräften in die Hände, und zwar den rückwärtsgerichteten politischen Islam-Vertretern wie auch den rechten Kräften in unserem Land.

 

Wir wollen auch weiterhin eine offene Gesellschaft und eine offene Diskussion, auch mit diesen Frauen über unsere Auffassung von Gleichstellung und den Rechten der Frau, nicht aber über religiöse Überzeugung und erst recht nicht über die Wahl der Kleidung.

ASF Rheinland-Pfalz

Anke Schneider, AsF-Landesvorsitzende

 
 

Homepage AsF Koblenz

Koblenzer Vorwärts

Facebook

Termine

Alle Termine öffnen.

13.11.2018, 18:00 Uhr - 19:00 Uhr Vorstandssitzung

13.11.2018, 19:15 Uhr - 20:15 Uhr SPD Altstadt-Mitte Ganz Ohr
Es wird Michael Hamlett, Kulturschaffender und Schauspieler am Theater Stadt Koblenz,  zu Gast sein.

14.11.2018, 15:00 Uhr - 14.11.2018 Filme für mehr Toleranz

Alle Termine

WebsoziInfo-News

11.11.2018 19:30 Andrea Nahles beim Debattencamp „Wir werden Hartz IV hinter uns lassen“
Klar links profiliert eröffnet Andrea Nahles das SPD-Debattencamp. Die Forderung, Hartz IV zu überwinden steht dabei stellvertretend für die Grundrichtung, in die sie die Partei lenken will. Bündnispartner für ihren Kurs findet sie bei erfolgreichen linken Regierungschefs in Europa. Die SPD will Deutschlands Sozialstaat fit für die Zukunft machen. „Wir brauchen eine große, umfassende, tiefgreifende

11.11.2018 19:29 Das war das SPD-Debattencamp – Stark! Lebendig! Debattenfreudig!
Auf ihrem Debattencamp hat die SPD gezeigt, wie eine moderne linke Volkspartei aussieht: Leidenschaftlich, vielfältig. „Das Debattencamp steht für eine SPD, die Lust hat auf morgen“, sagte Andrea Nahles. Mutige Ideen, keine Frontalbeschallung, sondern echte Debatte und Dialog. Das war das erste SPD-Debattencamp. 3400 Gäste diskutierten innerhalb von zwei Tagen in mehr als 60 Sessions.

10.11.2018 12:48 Schneller planen, Bürgerbeteiligung sichern
Der Deutsche Bundestag hat Donnerstag Abend das Gesetz zur Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren beschlossen. Die SPD-Bundestagsfraktion hat in den parlamentarischen Beratungen entscheidende Verbesserungen erreicht: Wir sichern den Anspruch auf Lärmschutz in vollem Umfang und wir verhindern die Rodung von alten Waldbeständen im Rahmen der vorläufigen Anordnung. Insgesamt wird das Gesetz Planungen und Genehmigungen beschleunigen,

Ein Service von websozis.info