Spurensuche: 50 Jahre eigenständige Gemeinde Arenberg-Immendorf

Veröffentlicht am 19.02.2019 in Allgemein

 

In diesem Jahr können die Arenberger und Immendorfer ein besonderes Jubiläum feiern. Vor 50 Jahren, genauer gesagt am 7. Juni 1969, haben sie sich zu der Gemeinde Arenberg-Immendorf zusammengeschlossen, um einer bevorstehenden Eingliederung der beiden Einzelgemeinden in die Stadt Koblenz aufgrund der damaligen rheinland-pfälzischen Verwaltungsreorganisation zu entgehen.

 

Ortsvorsteherkandidatin Anne Bernsen hat sich gemeinsam mit dem langjährigen Ratsmitglied Gerhard Voell und Horst Deilmann, Mitglied des zusammengelegten Gemeinderates Arenberg-Immendorf, auf Spurensuche begeben.

 

In den Protokollen der Gemeinderatssitzungen aus den Monaten vor dem Zusammenschluss findet man Argumente, die damals vielstimmig vorgetragen wurden. Ein gewaltsamer Zusammenschluss fördere nicht die bisherige gute Zusammenarbeit im Schul- und Friedhofswesen und sei sogar eine Vernichtung und schärfster Eingriff in die kommunale Selbstverwaltung. Auch wurden Parallelen zu den Machenschaften von 1936 gezogen. Nach dem parlamentarischen Beschluss des Landesgesetzes über die Verwaltungsvereinfachung wurde in beiden Gemeinderäten der geschlossene Rücktritt erwogen, ebenso eine Klage vor dem Verwaltungsgericht.

 

Als schließlich zu Beginn des Jahres 1969 unwiderruflich feststand, dass die Vereinigung der beiden Ortsgemeinden stattfinden würde, erschreckte vor allem die Immendorfer eine neue weitere Richtlinie.

Zusammengelegte Gemeinden sollten nämlich den Namen der größeren Gemeinde übernehmen und damit wäre der Name Immendorf gänzlich von der Landkarte verschwunden. Jedoch einigten sich beide Gemeinderäte im März 1969 einstimmig darauf, dem Innenminister den Doppelnamen Arenberg-Immendorf für die neu zu bildende Gemeinde vorzuschlagen.

 

Diese besondere Zeit für die eigenständige Gemeinde Arenberg-Immendorf unter dem einstimmig gewählten Bürgermeister Heinrich Westerberg hielt jedoch nicht einmal zwei Jahre. Schon im April 1970 ordnete die Landesregierung die Eingemeindung in die Stadt Koblenz an und nur ein halbes Jahr später tagte am 5. November 1970 der Gemeinderat ein letztes Mal.

 

Eine der letzten Amtshandlungen des Gemeinderates war dann die Änderung einiger Straßennahmen, die im Rahmen der Eingemeindung erforderlich wurde. So hieß beispielsweise die heutige Immendorfer Straße früher Kirchstraße, die Gartenstraße wurde zum Dahlienweg und die ehemalige Hauptstraße zur Ringstraße. Die Alte Emser Straße sollte aufgrund der historischen Bedeutung ihren Namen behalten, schließlich trägt eine Straße in Pfaffendorf/Horchheim den Namen „Emser Straße“, sodass es kaum zu Verwechslungen kommen sollte.

Auch wenn der Doppelstadtteil heute wie selbstverständlich Teil der Stadt Koblenz ist, schaffen es doch beide Ortsteile, ihre eigene Identität mit Hilfe zahlreicher Vereine und Feste zu bewahren.

„In Gesprächen mit den Vorsitzenden der Sportvereine in beiden Ortsteilen, habe ich angeregt, anlässlich des Jubiläums ein Fußballspiel zwischen den Traditionsvereinen auszutragen. Ich freue mich, dass Thomas Neis und Marco Houbé die Idee gerne aufgegriffen haben und schon gemeinsam die Umsetzung planen.“, freut sich Anne Bernsen.

 
 

Homepage SPD Arenberg-Immendorf

Folgen Sie uns...

 

Facebook Instagram Twitter

 

Termine

Alle Termine öffnen.

19.09.2019, 19:00 Uhr Vorstandssitzung SPD Güls
Der Vorstand des Ortsvereins trifft sich regelmäßig, um anstehende Projekte und die aktuelle politisch …

24.09.2019, 19:00 Uhr - 20:30 Uhr „Die Zukunft des Handwerks“

25.09.2019, 18:00 Uhr SPD Ortsverein Metternich-Bubenheim lädt zum Stammtisch ein!
Am 25.09.2019 ab 18 Uhr lädt der SPD Ortsverein Metternich-Bubenheim zu einem Stammtisch im Closter Sudhaus in der …

Alle Termine

WebsoziInfo-News

13.09.2019 18:54 #unsereSPD – Die Tour
#unsereSPD – Die Tour macht am Samstag Halt in Filderstadt.Wir übertragen live ab 16 Uhr.Sei dabei! Livestream auf https://unsere.spd.de/home/

13.09.2019 18:50 René Röspel zu Roadmap für Forschungsinfrastrukturen
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat heute die neue Roadmap für Forschungsinfrastrukturen vorgelegt. Damit werden drei Infrastrukturvorhaben aus den Bereichen Klimaforschung, Materialforschung und Medizin nachhaltig unterstützt. Die durch die Roadmap zur Verfügung gestellten Aufbaumittel betragen pro Projekt mehr als 50 Millionen Euro. „Was lange währt, wird endlich gut: Bereits 2017 wurden elf Projekte

11.09.2019 19:59 Bildungsleistungen müssen weiterhin umsatzsteuerfrei bleiben
Die Bundesregierung hat vorgeschlagen, die Umsatzsteuerbefreiung für Bildungsleistungen neu zu regeln. Lothar Binding, Finanzfachmann der SPD-Fraktion, beruhigt: Bildungsangebote werden dadurch nicht teurer. „Alle Bürgerinnen und Bürger müssen Zugang zu Bildung und Teilhabe an lebenslangem Lernen haben. Deswegen unterliegen Bildungsleistungen grundsätzlich nicht der Umsatzsteuer. Die Bundesregierung hat jetzt vorgeschlagen, die Umsatzsteuerbefreiung für Bildungsleistungen neu zu regeln. Die Sorgen der

Ein Service von websozis.info