Ortsbegehung Lützel mit Vertretern der Verwaltung

Veröffentlicht am 09.08.2020 in Ortsverein

Am Montag, 03.August 2020, trafen sich drei Mitarbeiter der Stadtverwaltung, u.a. der Leiter des Amtes für Stadtentwicklung und Bauordnung, Frank Hastenteufel, mit Mitgliedern des Vorstandes des SPD-Ortsvereins Koblenz-Lützel. Ziel war es, Problemfelder, die der Ortsverein identifiziert hatte, den Vertretern der Verwaltung direkt vor Ort zu zeigen und die Lösungswünsche aus Sicht des Ortsvereins zu erläutern. Das zerstörte WC im Pfeiler der Balduinbrücke, die Theodor-Heuss-Anlage am Moselufer, der Bahnhof Lützel, der Schüllerplatz, die Verkehrssituation im Brenderweg bis zur Straßburger Straße und der Radverkehr waren u.a. Themen der Ortsbegehung.

Da der Treffpunkt unter der Balduinbrücke war, bot sich als erstes Thema die seit Jahren nicht mehr funktionsfähige WC-Anlage im Brückenpfeiler an. Hier sieht der Ortsverein bereits seit längerer Zeit Handlungsbedarf, da die Anlage aus vielfältiger Sicht dringend benötigt wird. Nicht nur für die Lützeler Vereine, die dort unter der Balduinbrücke Veranstaltungen durchführen, sondern ebenso für Pendler, die mit Bus oder Bahn am Schüllerplatz/Bahnhof Lützel ankommen und zu ihrer Arbeitsstelle in der Innenstadt gehen. Last but not least als mögliche barrierefreie Waschgelegenheit für Nutzer des Obdachlosenrestaurants Mampf. Darauf hatte zuletzt auch MdB Detlev Pilger beim Besuch des Mampf hingewiesen. Zukünftig wird die WC-Anlage benötigt für Touristen, die die Festungsanlage Feste Franz besichtigen und natürlich auch für die Buga-29-Touristen. Die Renovierung der defekten WC-Anlage ist sicher nicht zum Nulltarif zu bekommen. Nichtsdestotrotz erwartet der Ortsverein von der Politik, dass für diese nachhaltige Maßnahme Haushaltsmittel in naher Zukunft bereitgestellt werden. Wir werden die notwendigen Anträge angehen.

Der nächste Haltepunkt war das Theodor-Heuss-Ufer. Hier könnte man sich durchaus ein paar Abfalleimer mehr und zusätzlich einige Dogstations vorstellen und was fast noch wichtiger ist: Das häufigere Leeren im Sommer.

Über die Straße „An der Bleiche“, am Gelände der Firma Krempl vorbei, hier könnte u. U. ein Studentenwohnheim entstehen, ging der Rundgang weiter zur Einmündung Maria-Hilf-Straße in die Mayener Straße. Hier regten die Vertreter des Ortsvereins an, dass die kahle Verkehrsinsel mit bepflanzten Kübeln verschönert wird. Die Mitarbeiter der Verwaltung sagten eine Prüfung zu.

Am Lützeler Bahnhof vorbei ging es weiter zum Schüllerplatz. Das der Bahnhof kein Aushängeschild für den Stadtteil ist, wird sofort klar, wenn man sich dem Bereich nähert. Hier wird es hoffentlich Verbesserungen im Rahmen des Förderprojektes Stadtgrün Lützel, dem Bau des neuen Rosenquartiers und der Buga 29 geben. Genial wäre natürlich ein zusätzlicher Zugang von der Mayener Straße aus. Hier muss man allerdings mit der DB zusammenarbeiten…nicht der einfachste Partner! Auf dem Schüllerplatz könnten nach Meinung des Ortvereins Fahrradständer, z.B. in Höhe des Taxistandes, aufgebaut werden. Die Überprüfung und Ordnung des ruhenden Verkehrs sind ein weiterer wichtiger Punkt für den Bereich Schüllerplatz/Stöppler-Platz.

Ein abschließender Schwenk in den Brenderweg zeigte den Vertretern der Verwaltung weitere wichtige Handlungsfelder. Die aufgrund der Baustelle in der Andernacher Straße veränderte Verkehrsführung im Brenderweg führt häufig zu Irritationen bei Autofahrern, die über die Balduinbrücke fahren wollen und die sich neuerdings dazu auf der linken Spur einordnen müssen.

Ein weiteres Problem sind die in der 2.Reihe parkenden Fahrzeuge im Brenderweg im Bereich Balduinbrücke bis Straßburger Straße. Obwohl von der Verwaltung die Parkverbotsschilder gegen Schilder mit absolutem Halteverbot ausgetauscht wurden, kann keine Änderung der Situation festgestellt werden. Busse und Fahrradfahrer müssen sich an den verbotswidrig parkenden Fahrzeugen vorbeiquetschen. Die Vertreter der Verwaltung werden das Ordnungsamt entsprechend informieren.

Der Radverkehr in diesem Bereich Lützels wurde abschließend auch noch angesprochen. Die Beschilderung für Touristen, die vom Campingplatz in die Innenstadt fahren wollen, muss verbessert werden. Zurzeit fahren sehr viele Radler auf dem Bürgersteig in der Neuendorfer Straße bis zur Spindel an der Balduinbrücke und sind dann oben auf der Brücke als Geisterfahrer unterwegs.

Für Radfahrer, die von der Brücke in den Brenderweg einfahren endet der Radweg plötzlich und nun heißt es, sich im Brenderweg mit Bussen und rücksichtslosen Autofahrern, die in der 2.Reihe parken, die dadurch immer enger werdende Straße zu teilen. Hier muss im Sinne der vielen Konzepte und Studien, die die Stadt in den letzten Jahren in Auftrag gegeben hat, eine für Radfahrer akzeptable und sichere Lösung gefunden werden. Sobald der neue Radverkehrsbeauftragte in Amt und Würden ist, werden wir uns vom Ortsverein mit ihm über diese Problematik austauschen. Was in der Oberen Löhr und der Bahnhofstraße realisiert wurde, nämlich das Auftragen von Fahrradsymbolen, sollte auch hier als minimale Übergangslösung möglich sein.

Alle Teilnehmer beurteilten die Ortsbegehung als sehr nützlich und vereinbarten, dies in Zukunft entweder bei konkretem Bedarf oder in regelmäßigen Abständen zu wiederholen. 

 
 

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