Ökologischer Spaziergang mit der Gülser SPD

Veröffentlicht am 11.04.2019 in Pressemitteilung

Ökologischer Spaziergang durch Güls

Bei bestem Frühlingswetter führten Werner Huffer-Kilian und Achim Trautmann vom BUND mit ihrer Sachkenntnis zu Umwelt- und Naturschutz rund 20 Interessierte durch Güls...

Einleitend wiesen sie darauf hin, dass das schöne Güls auf 8 Quadratkilometern Fläche inzwischen über 6000 Bürgerinnen und Bürger beheimatet. Gerade bei steigender Einwohnerzahl muss schon in der Planung beachtet werden, dass Fehler wie die Bebauung von Frischluftschneisen, die Versiegelung von Wasserablaufflächen und der Rückbau von Erholungsbereichen kaum noch korrigiert werden können, obschon diese Bereiche einen enormen Einfluss auf die Gesundheit und Lebensqualität der Einwohner haben.

Aber auch der Einfluss jedes Einzelnen durch sein tägliches Verhalten wurde angesprochen. Wir haben bei jedem Einkauf die Möglichkeit, Produkte zu kaufen, die faire Produktionsbedingungen für die ArbeiterInnen und Umwelt vor Ort gewährleisten, selbst beim Sparen und Investieren am Aktienmarkt können wir unser Erspartes grünen Fonds anvertrauen, die auf eine ökologisch gute Verwendung des Geldes achten. Grundsätzlich sollte man darauf Wert legen, mit dem Kauf lokaler Produkte die Wirtschaft vor Ort zu stärken, statt das Geld multinationalen Großfirmen zukommen zu lassen. Achim Trautmann berichtete von verschiedenen Siegeln und Zertifikaten, die fair trade, also fairen Handel, und ökologische Nachhaltigkeit garantieren wollen. Die Stadt Koblenz ist auf diesem Feld leider noch nicht aktiv geworden, anders als zum Beispiel Lahnstein.

Sogar auf unserem Friedhof zeigt sich eine Auswirkung der Globalisierung: Immer häufiger wird das Material für Grabsteine aus Ländern wie Indien importiert. Dabei belastet nicht nur der weite Transport die Umwelt, auch der Abbau wird oftmals unter Bedingungen vorgenommen, die Arbeiter, Anwohner und Umwelt erheblich beeinträchtigen. Sogar Kinder werden unter krank machenden Bedingungen zu solchen Arbeiten herangezogen.

Beim Spaziergang durch die samstags stark befahrenen Straßen von Güls fiel auf, wie viele Vorgärten inzwischen pflegeleicht „versteinert“ wurden. Die beiden Umweltschützer klärten dabei über die negativen Folgen für unsere Insekten und Klein-Tiere auf. Auch Bäume und andere Großpflanzen, die eine wichtige Rolle für das lokale Klima spielen, haben es in unseren Siedlungen immer schwerer.

Deutlich wurde, dass Konflikte zwischen Fußgängern, Radfahrern und Autofahrern zwar durch mehr Vernunft und gegenseitige Rücksichtnahme entschärft werden können, dass dazu aber auch eine vernünftige Stadtplanung gehört. Die Veranstaltungsreihe „Die Gülser SPD hört zu“ bietet den Bürgern einen Ort, wo sie ihre entsprechenden Wünsche und Vorschläge einbringen können.

Toni Bündgen, der stellvertretende Vorsitzende des SPD-Ortsvereins, dankte den beiden BUND-Aktiven für ihre kurzweilige und informative Führung, die viele Anregungen enthielt, selbst aktiv zu werden für ein ökologisches Miteinander. Die Gülser SPD wird dieses Anliegen weiterverfolgen!

(pk)

 
 

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