Nutzung des öffentlichen Raumes braucht klare Kriterien

Veröffentlicht am 11.12.2019 in Pressemitteilung

Mitglieder des Kulturausschusses, v.l.n.r.: Fritz Naumann, Ute Wierschem, Dr. Thorsten Rudolph

Kunst im öffentlichen Raum kann erfreulich sein, aber der öffentliche Raum ist auch für Kunstobjekte nicht vermehrbar. „Es muss wesentlich sensibler vorgegangen werden“, so das Kulturausschussmitglied der SPD, Ute Wierschem. Ihr Kollege und kulturpolitischer Sprecher der Fraktion, Dr. Thorsten Rudolph, ergänzt: „In der letzten Sitzung des Ausschusses gab es gleich drei Vorschläge für Kunstprojekte im öffentlichen Raum, etwa die Installation eines Skulpturenpfades oder das Projekt ‚Spurensuche‘ mit insgesamt 24 Stelen. Auch wenn wir Kunstprojekte im öffentlichen Raum grundsätzlich sehr begrüßen und gerne fördern, braucht es doch klare Kriterien.“

Für diese Projekte wird natürlich weiterer Raum verstärkt in Innen- und Altstadt gesucht werden. Für die Sozialdemokraten sind beide genannten Maßnahmen schöne Projekte, jedoch müssen die vorhandenen Gesamtflächen genau in Betracht gezogen werden. Es ist daher gut, dass es eine Gesprächsrunde aller kulturpolitischen Sprecher geben wird, in der Kriterien für die Aufstellung von Kunst im öffentlichen Raum entwickelt werden sollen. Natürlich wird in diesem Zusammenhang auch zu diskutieren sein, wo die geplanten zusätzlichen Baumpflanzungen realisierbar sind.  Auch die Fragestellung, ob Projekte dauerhaft oder nur temporär installiert werden, muss wieder auf die Tagesordnung. Die Kulturpolitiker sind der Auffassung, dass in den letzten Jahren die Zahl an Kunstprojekten in Alt- und Innenstadtbereich erheblich zugenommen hat, die Frage einer möglichen temporären Nutzung der Fläche dabei aber nicht ausreichend diskutiert wurde.

Dass Kunstprojekte vor allem im innerstädtischen Bereich realisiert werden sollen, ist nachvollziehbar, der geplante Flächenverbrauch ist dabei aber erheblich. Man ist sich darüber bewusst, dass der Kulturstandort Koblenz auch aus touristischen Gründen weiter gestärkt werden muss. Fritz Naumann, ebenfalls Mitglied des Kulturausschusses, stellt daher fest: „Wir sind gegen keine der geplanten Maßnahmen, wollen aber besonders in dieser Phase dafür werben, dass die mögliche Freigabe von städtischen Flächen einer genauen Betrachtung unterzogen wird, um auch in Zukunft noch Freiräume zu haben, die eine Weiterentwicklung von Kunst im öffentlichen Raum gewährleistet.“

 
 

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