Niederberger SPD besuchte mit Bundestagskandidaten Detlev Pilger die nach Umbau neu eröffnete Kita "Sonnenblume"

Veröffentlicht am 28.07.2013 in Bildung

Jüngst begrüßte die Leiterin der Kindertagesstätte Sonnenblume in Koblenz Niederberg, Frau Marion Deutsch, den Bundestagskandidaten Detlev Pilger, die Ratsfrau Ute Hoffmann sowie die Niederberger Ortsvereinsvorsitzende Ines Lindemann-Günther (alle SPD)  in ihrer Einrichtung.

 

Zunächst besichtigten die Gäste die umgestaltete Kindertagesstätte, welche erst kürzlich feierlich neu eröffnet wurde. Die Räumlichkeiten sind mit dem Umbau nicht nur größer sondern auch heller und freundlicher geworden. Auch der große Außenbereich mit seinen zahlreichen Spiel- und Aufenthaltsmöglichkeiten wurde bei den Umbaumaßnahmen berücksichtigt. Für die aktuell von zehn Erzieherinnen betreuten 60 Kinder zwischen 1 und 6 Jahren ist dies ein Riesengewinn, betonte Marion Deutsch.

Die Leiterin berichtete im anschließenden Gespräch, dass in der Einrichtung viel Wert auf Förderung gelegt wird. Gefördert wird sowohl individuell als auch in Gruppen in allen relevanten Bereichen. Herauszustellen sei dabei die Sprachförderung, welche über das Projekt „frühe Chancen“ noch bis 2014 sicher gestellt ist. Gerade mit der U3 Betreuung ergeben sich hier neue Herausforderungen.

 

Um die Angebote auf qualitativ hohem Niveau anbieten zu können ist es wichtig, auf gutes Fachpersonal zurückgreifen zu können. Die Leiterin betonte an dieser Stelle, dass hier nur ausgebildete Erzieherinnen beschäftigt sind. Dass dies auch den stetig steigenden Anforderungen an Kindertagesstätten Rechnung trägt, bestätigte auch Ines Lindemann-Günther, selbst gelernte Erzieherin und Sozialpädagogin M.A.. „Die aktuellen politischen Forderungen, den Erziehermangel  nach dem Motto „das kann ja jeder“ mit nicht adäquatem Personal zu ersetzen, ist nicht nur eine Gefahr für die Qualität der Einrichtungen, sondern darüber hinaus auch ein Schlag ins Gesicht der Berufsgruppe der Erzieherinnen und anderer sozialer Berufe“ so die Ortsvereinsvorsitzende.

 

Ratsfrau Ute Hoffmann fragte im weiteren Gesprächsverlauf, wie sich die Umstrukturierung des umliegenden Wohngebietes in der Einrichtung bemerkbar mache. Hier konnte ein positiver Effekt bescheinigt werden. Mit den Umbaumaßnahmen kommen auch wieder viele „alte“ Familien zurück, so die Leiterin. Frau Deutsch betonte, dass nicht nur die Sanierung der umliegenden Häuser ein Glücksfall war, sondern insbesondere die Bundesgartenschau, die den Anwohnern eine nachhaltige Nutzung der Festung sowie des großzügigen Spielplatzes ermöglicht hat.

 

Gefragt nach ihren Wünschen an die Politik, hält Marion Deutsch es für erforderlich, auch politisch eine größere Anerkennung von Familienzeit umzusetzen. Hintergrund ist ihr Erleben, dass viele Familien immer weniger Zeit für ihre Kinder haben. So ist ein zeitlicher Ausbau von Kindertagesstätten zwar sinnvoll, jedoch auch eine gute Beziehungsarbeit innerhalb der Familie sehr wichtig, die heute oftmals auf der Strecke geblieben ist. „Diese Familienzeit – für die eigenen Kinder zu haben – ist wichtig für die Familie und die Entwicklung des Kindes“ so Deutsch.

 

Bundestagskandidat Detlev Pilger betont an dieser Stelle, dass die SPD beste Förderung will und genau an diesem Punkt ansetzen möchte. So soll laut dem Regierungsprogramm mehr Zeit für Familie geschaffen werden. Das Betreuungsgeld reiche nicht aus, um breite Teile der Bevölkerung für Familie zu begeistern. Die SPD möchte die „Familienarbeitszeit“ einführen: Eltern können dann partnerschaftlich die Arbeitszeit zu Gunsten von Familie auf beispielsweise 30 Stunden reduzieren. Wichtig bei diesem Schritt ist der Rechtsanspruch auf eine Rückkehr zur alten Arbeitszeit.

Pilger unterstreicht, dass mit diesem Model eine gleichmäßige Verteilung stattfindet und Mütter nicht länger die Hauptlast im System Familie tragen müssen.

Wenn er am 22.09.13 bei der Bundestagswahl Erfolg haben wird, will er sich in Berlin im Besonderen für Bildung und Soziales einsetzen und auch seine eigenen Erfahrungen neben dem fachlichen Wissen in die Debatten einbringen.

 

Detlev Pilger, Ute Hoffmann und Ines Lindemann-Günther dankten Frau Deutsch für das intensive und auch kritische Gespräch, aus dem die drei zugleich politische Hausaufgaben mitnehmen.

 

Der Einrichtung wünschten sie viel Erfolg und Spaß mit den großen und kleinen Herausforderungen im Kitaleben.

 
 

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