Nachtbürgermeister für Koblenz

Veröffentlicht am 18.02.2019 in Kommunales

Denny Blank und Fritz Naumann sind zuversichtlich einen Nachtbürgermeister in die Koblenzer Altstadt einzubringen.

„Über die Tatsache, dass die Bewohner der Altstadt in der Nacht besonderen Belastungen ausgesetzt sind, braucht man nicht mehr zu diskutieren“, so Fritz Naumann und Denny Blank vom SPD-Ortsverein Altstadt-Mitte.

Was in großen Städten wie Amsterdam, Toulous, Zürich und Paris mittlerweile eine Selbstverständlichkeit geworden ist, kommt nun zeitversetzt auch in mittleren Großstädten an, wie zum Beispiel Mannheim oder Kaiserslautern. Denn ein Nachtbürgermeister, der Ansprechpartner in der Nachtkultur ist, hat die Aufgabe zwischen Bürgerinnen und Bürgern, Gastronomen sowie Jugendlichen zu vermitteln. Natürlich ist er auch Ansprechpartner bei Lärm oder Müllproblemen. Die Beispiele anderer Städte zeigen überdeutlich, dass mit der Einführung eines Nachtbürgermeisters mit circa 50 Nachtstunden im Monat die alkoholbedingte Gewalt sowie Verunreinigungen und Lärmbelästigungen spürbar zurückgegangen sind.

Blank und Naumann: „Es ist uns natürlich voll bewusst, dass die mögliche Einbringung einer solchen Person bzw. Funktion nur ein kleiner Beitrag sein kann.“ Die Vermittlung zwischen Klubs, Bars, Besuchern auf einer Seite und den Bewohnern auf anderen Seite ist der Versuch einer solchen Einrichtung würdig.

Dass diese Aufgabe keine leichte ist, muss jedem bewusst sein. Denn dieses Amt steht im Kreuzfeuer zwischen einzelnen Interessengruppen, die Mittlerrolle von aufkommenden Konflikten bereits vor Ort abzumildern.

Ein Nachtbürgermeister ist die Schnittstelle zwischen Tag und Nacht. Das heißt im Klartext, der Stadt Impulse für neue Projekte im Nachtleben zu geben und dafür Sorge zu tragen, dass sich alle wichtigen Akteure berücksichtigt fühlen. Das ist keine leichte Aufgabe. Anwohner, Sicherheits- und Ordnungskräfte, die Polizei, der öffentliche Nahverkehr sowie Stadtverwaltung sollen durch den Nachtbürgermeister näher zusammengebracht werden. Das Leben der Menschen verlagert sich immer stärker in die Nacht. Denn hier kommt Kreativität zusammen und die Menschen sind weniger Zwängen ausgesetzt. Selbstverständlich werden nun die Berufsbedenkenträger lauthals deutlich machen, dass eine solche Einführung nichts bringen kann. Nach Gesprächen in verschiedenen Städten sind wir der Meinung, dass es ein Versuch wert wäre – auch in Koblenz, so Denny Blank und Fritz Naumann.

 
 

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