Lokale Landwirtschaft spürt Klimawandel

Veröffentlicht am 10.08.2020 in Pressemitteilung

V.l.n.r.: Marion Lipinski-Naumann, Jochen Klimek, Fritz Naumann

Jochen Klimeks Traktor zieht eine riesige Staubwolke hinter sich her, als er auf das Gelände der neuen Halle am Rand von Rübenach fährt. Die aktuellen warmen Temperaturen haben den Boden austrocknen lassen. Der Nebenerwerbslandwirt erklärte bei einem Treffen mit der SPD-Fraktionsvorsitzenden Marion Lipinski-Naumann und Ratsmitglied Fritz Naumann, dass Trockenperioden zunehmend ein Problem sind. „In den letzten Jahren waren die Sommer heiß, der Boden trocknet aus und es fehlt das Wasser. Und wo kein Wasser ist, kann nichts wachsen“, erläuterte Klimek. Auch die milden Winter schaffen schlechte Voraussetzungen für die lokale Landwirtschaft, denn der fehlende Frost verhindert die Dezimierung von Schädlingen.

Die Folge solcher klimatischen Entwicklungen sind dramatisch, viele vor allem kleinere landwirtschaftliche Betriebe haben mit Mindererträgen von bis zu 40 Prozent zu kämpfen. Dies wiederum führt zu ökonomischen Problemen, denn, so Klimek: „Wir stehen im globalen Wettbewerb. Wenn in Australien viel geerntet wird und hier bei uns wenig, sind die Preise insgesamt trotzdem niedrig.“

Neben den weltweit auftretenden Problemen des Klimawandels gibt es auch lokale Themen, die in Angriff genommen werden müssen. „Es ist gut, dass die Stadt Koblenz immer weiter wächst“, erklärte Lipinski-Naumann. „Aber wir müssen vor allem bei der Verkehrsinfrastruktur darauf achten, dass Landwirte gut an ihre Acker- und Weideflächen angebunden sind.“ Klimek hat deshalb seine neue Halle am Rand von Rübenach errichtet, um seine Geräte direkt an der Fläche zu haben. Seine alte Betriebsstätte, so berichtet er, sei mit Traktor und Mähdrescher aufgrund zahlreicher parkender Autos kaum noch anzufahren.

„Außerdem müssen wir natürlich darauf achten, dass wachsende Industrie- und Gewerbegebiete nicht zu viel an landwirtschaftlichen Flächen beanspruchen“, ergänzt Naumann. Hier werde die SPD-Fraktion in den Gremien weiterhin achtsam sein, denn gerade die regionale Landwirtschaft sei ein wichtiger ökonomischer Faktor für Koblenz.

Trotz aller Widrigkeiten, mit denen er zu kämpfen hat, ist Jochen Klimek Landwirt aus Leidenschaft. Und so überwogen am Ende des informativen Treffens die positiven Eindrücke. „Die lokale und regionale Landwirtschaft mit ihren zahlreichen Produkten ist schon immer ein Teil von Koblenz gewesen. Und es ist schön zu sehen, dass es Menschen wie Jochen Klimek gibt, die dieser Arbeit mit so viel Enthusiasmus und Energie nachgehen. Die SPD-Fraktion wird weiter in den Gremien für unsere Haupt- und Nebenerwerbslandwirte arbeiten“, versicherte Lipinski-Naumann.

 

Das Video zur Pressemitteilung finden Sie hier.

 
 

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