Koblenzer Stadtgeschichte muss präsenter werden

Veröffentlicht am 20.05.2019 in Kommunales

Denny Blank und Fritz Naumann stehen für mehr Präsenz der Koblenzer Stadtgeschichte.

Die Stadtgeschichte spielt in allen Koblenzer Museen in unterschiedlichen Facetten immer wieder eine Rolle, aber ein eigenes Museum zur Stadtgeschichte gibt es bisher nicht. Dies mag auch daran liegen, dass vielen Menschen beim Gedanken daran die vielen Heimatmuseen kleinerer Ortschaften in den Sinn kommen, die oftmals mit einem provinziellen Charme verbunden werden, der vielen nicht mehr zeitgemäß erscheint. „Natürlich muss darauf geachtet werden, dass eine Ausstellung mit stadtgeschichtlichem Schwerpunkt nicht in Konkurrenz zu unseren anderen tollen Museen steht“, so der kulturpolitische Sprecher und Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Altstadt-Mitte, Fritz Naumann. Auch ein ganz neues und eigenständiges Museum schließen die Sozialdemokraten aus. Ihnen schwebt vielmehr eine an das Mittelrheinmuseum angegliederte Ausstellung vor, die Koblenz aus einem ganz spezifischen historischen Blickwinkel betrachtet. Fritz Naumann und Denny Blank erläutern ihre Idee: „Koblenz blickt auf über 2.000 Jahre Historie zurück. Dabei gibt es viele Punkte, die politisch von großer Bedeutung waren und die man Besuchern in einer Ausstellung näherbringen könnte.“

Koblenz ist heute das einzige Oberzentrum im nördlichen Rheinland-Pfalz und bietet Einwohnern wie auch Touristen viele kulturelle und architektonische Highlights. Doch das die Stadt ihren heutigen Status hat, ist natürlich auch Resultat ihrer historischen Genese. In der Tat bietet die Geschichte von Koblenz genügend Stoff für eine politische Zeitreise: Als römische Kastell-Gründung diente Koblenz der Sicherung der wichtigen Rheintalstraße zwischen den Metropolen Mainz und Xanten, im Frühmittelalter residierten ostfränkische (austrasische) Könige am Königshof Koblenz. In der Kastorkirche wurden Verhandlungen geführt, die 843 schließlich in den Vertrag von Verdun mündeten, der die karolingische Reichsteilung festlegte. 1138 wurde mit Konrad III. der erste Staufer in Koblenz zum König gewählt und Anfang des 13. Jahrhunderts siedelte sich der Deutsche Orden in Koblenz an – der Grund, warum das Deutsche Eck seinen Namen trägt. Auch die französische und preußische Zeit hat ihre politischen Spuren in Koblenz hinterlassen und im 20. Jahrhundert spielte Koblenz sowohl auf landes- wie auch bundespolitischer Ebene eine wichtige Rolle: Auf dem Rittersturz trugen Peter Altmeier, Konrad Adenauer oder Erich Ollenhauer maßgeblich zur Gründung der Bundesrepublik bei und zwischen 1946 und 1950 war Koblenz die erste Hauptstadt des Landes Rheinland-Pfalz.

Der Blick in die Koblenzer Geschichte lässt erahnen, dass es genügend Material für eine Ausstellung zur Stadtgeschichte gäbe. Die Sozialdemokraten werden das Gespräch mit allen Beteiligten, so etwa Kulturdezernat, Pädagogen, Historikern oder Stadtarchiv, suchen, um dieser Idee in der Zukunft auch eine Gestalt zu geben.

 
 

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