Katastrophale Verkehrssituation im Berufsverkehr auf der L127

Veröffentlicht am 23.10.2018 in Kommunales

Die morgendliche Verkehrssituation entlang der L 127 von Arenberg über Niederberg nach Ehrenbreitstein ist seit Montag, dem 15.10.18 extrem belastet. Grund sind zum einen die Bauarbeiten auf der Südtangente. Hier wird die Straßendeckschicht in beide Richtungen erneuert, was dazu führt, dass jeweils nur ein Fahrstreifen in jede Richtung zur Verfügung steht und eine Höchstgeschwindigkeit vom 60 km/h gilt. Zum anderen, und das wird uns noch viel länger betreffen, ist die Arenberger Straße in Urbar voll gesperrt. Die Baustelle umfasst verschiedene Abschnitte zwischen Ortseingang und Kreisel Urbar und wird bis Ende 2019 andauern. Durchfahrtsversuche werden von der Polizei geahndet und sind verboten.

Für die Bürgerinnen und Bürger von Arenberg/Immendorf und Niederberg bedeutet dies, dass Schülerinnen un Schüler mitunter zwei Busse früher nehmen müssen, um rechtzeitig in der Schule zu sein, Berufstätige bisweilen erst verspätet ihre Arbeit aufnehmen können. Wenn demnächst erst einmal winterliche Wetterbedingungen herrschen, wird sich die Situation noch einmal verschärfen.

Es darf nicht sein, dass der LBM (zuständig für die Baumaßnahme auf der Südtangente) und die VG Vallendar, ohne offenbar miteinander Rücksprache miteinander gehalten zu haben, ihre Baustellen einrichten und jeweils meinen, dass die L 127, durch Koblenzer Stadtgebiet führend, die passende Entlastung darstellen soll. So kann und darf interkommunale Zusammenarbeit nicht aussehen. Nachdem unsere Stadträtin Ute Wierschem vergangene Woche gleich mehrfach auf die Thematik aufmerksam gemacht wurde, nutzte sie die gemeinsame Fahrt mit ihren Ratskollegen Uwe Diederichs-Seidel (Bündnis90/Die Grünen) und Vito Contento (CDU), nach Nevers, um einen gemeinsamen Antrag auf den Weg zu bringen, der dem Rat der Stadt Koblenz am 08.11.2018 zur Entscheidung vorgelegt werden soll. Hierin fordern die Parteien, dass kurzfristig Lösungen an der Kreuzung Charlottenstraße/B42 realisiert werden sollen, die einen besseren Verkehrsabfluss im morgendlichen Berufsverkehr gewährleisten und darüber hinaus weitreichende Umleitungen. So könnte der Verkehr aus dem Westerwald, der runter an den Rhein möchte, über Neuhäusel und Simmern über den Mallendarer Berg umgeleitet werden und der Verkehr von der Lahn müsste entsprechend über Lahnstein auf die B42 gelenkt werden. Weitergehend soll geprüft werden, ob und inwieweit die Seilbahn, unterstützt von kostenfreien Parkplätzen und Zubringerbussen genutzt werden kann, wenn möglich unter finanzieller Beteiligung derer, die für diese enorme Verkehrsbelastung verantwortlich sind. Wir werden an dieser Stelle zu gegebener Zeit über die weiteren Entwicklungen informieren. 

 

 
 

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