Fraktion vor Ort in der Großsiedlung Neuendorf – Prävention statt Stigmatisierung

Veröffentlicht am 10.02.2020 in Aktionen

Derzeit ist die Großsiedlung Neuendorf häufig in den Schlagzeilen, und dies leider oftmals negativ. Was leider viel zu wenig Erwähnung findet, ist die sehr gute präventive Arbeit, die von Caritas, Kirchen, der Stadtverwaltung und vielen anderen vor Ort geleistet wird.

Die SPD-Ratsfraktion traf sich nun zu einem Fraktion-vor-Ort-Termin in der Großsiedlung Neuendorf, um mit den unterschiedlichen Akteuren der sozialen Arbeit sowie dem Stadtteilmanagement und der Koblenzer Wohnbau ins Gespräch zu kommen. „Ziel muss es sein, ein erweitertes präventives Angebot vor allem für Jugendliche ab 14 Jahren zu schaffen“, erklärte der bildungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Detlev Pilger, MdB.

Diesen Ansatz bestätigten die anwesenden Fachkräfte. So sei die Betreuung von Kindern in Kitas und Grundschulen bereits sehr gut und vor allem meist ganztägig verfügbar. Problematisch seien hingegen die Übergänge der Kinder und Jugendlichen von Kita in die Grundschule, von dort in die weiterführende Schule und dann schließlich ins Berufsleben. Fakt sei auch, so Vertreter des Jugendamtes, dass zusätzliche präventive Jugendarbeit immer freiwillig sei. Dies müsse bei der Schaffung neuer Angebote immer bedacht werden. In der Großsiedlung Neuendorf leben aktuell ca. 3.600 Menschen. Die Personengruppe, die für die in den Medien so präsenten Probleme verantwortlich ist, macht hiervon etwa ein Prozent aus.

Allein an dieser Zahl wird deutlich, dass die verbreitete Panikmache seitens der Medien übertrieben ist. Dennoch gibt es natürlich Probleme in der Großsiedlung, die gemeinsam angegangen werden müssen. Und hier soll sich nach Meinung der SPD-Fraktion einiges tun. „Ziel muss sein, für eine verstärkte Schulsozialarbeit zu sorgen, die bereits in den Kitas beginnt. Außerdem brauchen wir Möglichkeiten für die Jugendlichen, direkt vor Ort sportlich aktiv zu werden. Hier gibt es Vereine, die gerne für ein solches Angebot sorgen würden“, so Pilger.

Darüber hinaus wurden so genannte ‚Angsträume‘ beseitigt. Tiefgaragen im Bereich des Wallersheimer Weges wurden verfüllt und durch ebenerdigen Parkraum ersetzt. Zudem sollen Bolz- und Spielplätze beleuchtet werden und ein neuer Jugendtreff ist in der Planung. Fraktionsgeschäftsführer Thorsten Schneider, der die Sitzungsleitung innehatte, zog ein positives Fazit: „Hier in der Großsiedlung arbeiten viele Akteure Hand in Hand, mit einem gemeinsamen Ziel. Die SPD-Fraktion wird den eingeschlagenen Weg weiter positiv begleiten und mitgestalten. Die Großsiedlung ist kein rechtsfreier Raum, wie man oft meinen könnte, wenn man die Zeitung aufschlägt. Es wäre schön, wenn die vielen engagierten Menschen und Institutionen in den Fokus der Berichterstattung gerückt werden würden.“

 
 

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