Bahnlärm in Pfaffendorf

Veröffentlicht am 16.04.2019 in Veranstaltungen

Detlev Pilger (MdB) und Jana Heimann (DB Netze) diskutierten unter Moderation des Ortsvereinsvorsitzenden und Ratskandidaten Christoph Kretschmer mit Koblenzern über den Bahnlärm in Pfaffendorf und dem Mittelrheintal

Der Ortsverein hatte wieder zu einem Dialog eingeladen, diesmal zum Thema Bahnlärm in die neuen Räumlichkeiten der Pfaffendorfer Vereine in der Grundschule. Durch Engagement der Vereine sind hier mit Unterstützung der Stadt, allen voran der Kulturdezernentin Margit Theis-Scholz, schöne Räume entstanden. Federführend ist hier der Verschönerungsverein Pfaffendorf zu nennen.

Nach einer kurzen Einführung von Detlev Pilger, Mitbegründer der überparteilichen Parlamentariergruppe Bahnlärm, entwickelte sich eine lebhafte Diskussion unter den Anwesenden. 

So war z.B. zu erfahren, dass bis zum 31.12.2020 alle Wagons mit sogenannten Flüsterbremsen ausgestattet werden müssen. "Alleine bei der DB Cardo sind das 63.000 - und das schaffen wir" berichtete Frau Heimann. Pilger ergänzte, die Verpflichtung bestehe auch für alle anderen (ausländischer) Anbieter, die das Schienennetz nutzen möchten.

Neben den Flüsterbremsen wurde ein ganzes Maßnahmenpaket geschnürt. Schmiereinrichtungen für die Gelenke gehören genauso dazu wie das Abschleifen von Schienen oder ausgewuchtete Räder, denn diese verursachen den größten Lärm.

Einige Anwesende führten an, neben dem Lärm gebe es noch weitere Emissionen, wie Feinstaub und Geruchsbelästigungen

Eine weitere Forderung als Sofortmaßnahme war, dass die Züge in den Wohngebieten die Geschwindigkeit drosseln. Alleine damit lasse sich die Lärmbelästigung um ein vielfaches verringert. Laut Frau Heimann sei dies allerdings logistisch Problematisch. Die Anwohner widerum waren der Meinung, man dürfe doch die wirtschaftlichen Interessen der Bahn nicht über die gesundheitlichen Interessen der vielen lärmgeplagten Anwohner stellen. Bemängelt wurde, dass es keinerlei Analysen zu volkswirtschaftlichen Schäden wegen Gesundheitsschäden auf Grund von Bahnlärm geben.

Einige Bewohner die direkt an der Bahn wohnen berichten, dass die bisher verbauten Lärmschutzwände kaum Entlastungen gebracht hätten sondern vielmehr den Schall noch "aufschaukeln". Insbesonder in oberhalb der Bahntrasse liegenden Straßen sei es teilweise lauter als vorher. Man bat darum, bei  den anstehenden Baumaßnahmen diese Lärmschutzwände zu überprüfen und möglichst gegen neue, schallabsorbierende Exemplare auszutauschen.

Frau Heimann berichtete über die aktuell laufenden Planungen zu weiteren Lärmschutzmaßnahmen, über die wir auf unserer Homepage bereits berichtet haben. 

Tenor der Veranstaltung war, dass der Güterverkehr aus dem Mittelrhein verschwinden muss! 
Sämtliche Maßnahmen zur Reduzierung des Lärms können nur eine Übergangslösung sein, die Alternativtrasse muss kommen!
Hierzu ist es zwingend erforderlich, schnellstmöglich eine Machbarkeitsstudie in Auftrag zu geben. Denn die Fertigstellung einer möglichen Alternativtrasse wird auch so noch lange genug auf sich warten lassen...

Informationen über aktuelle Baustellen der DB finden Sie hier !

 
 

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