Aus Konversionsprojekt wurde viel beachtete Schwerpunkthochschule

Veröffentlicht am 21.07.2010 in Bildung

Innerhalb von nur zehn Jahren hat sich die Uni auf dem Metternicher Campus zu einer kleinen, aber feinen Schwerpunkthochschule entwickelt. Investitionen und Erfolge können sich auch außerhalb der Region sehen lassen.

Koblenz. Der Fachbereich Informatik drängt an die europäische Spitze. Das war eine der Botschaften, mit denen die Universität in Koblenz Doris Ahnen empfing. Die Wissenschaftsministerin besucht derzeit die Einrichtungen im Land, die aus einem Konversionsprojekt hervorgegangen sind. Und der Uni-Campus in Metternich war eines der größten Projekte. „Das Land hat hier 88 Millionen Euro investiert. Jetzt folgen weitere 15 Millionen Euro“, kündigte die Ministerin an.

Das zusätzliche Geld wird für das neue Gebäude benötigt, das im östlichen Bereich des Uni-Campus entsteht. Dort soll es zwei Hörsäle mit einer Größe von jeweils 300 Quadratmetern und 150 Plätzen geben. Dazu kommen 19 Labore für die Fächer Biologie und Physik mit Größen zwischen 30 und 120 Quadratmetern. Besonders wird jedoch die
Technische Chemie profitieren, wobei laut Vizepräsident Prof. Dr. Peter Ullrich der Campus ein neues Juwel erhalten wird: Das Kompetenzzentrum „Funktionale Oberflächen und Materialeigenschaften“, in dem Keramik, Metall und Kunststoffe untersucht werden sollen. Weitere Details werden am Montag bekannt, wenn es den Bewilligungsbescheid für das geplante Zentrum gibt. Bis dieses jedoch den Lehrenden und Lernenden zur Verfügung steht, wird noch einige Zeit vergehen: Das Gebäude soll Ende 2011 fertig werden.

Eine weitere Botschaft der Ministerin: 20 Jahre, nachdem die Konversion in Rheinland-Pfalz zum ganz großen Thema wurde, steht der Campus Koblenz gut da. Und auch der Unmut der Studierenden hat sich gelegt, weil sie sehen, dass viel Geld in die Hand genommen wird, um zumindest die räumliche Misere schnell in den Griff zu bekommen. In
den Jahren seit 1998, in denen die Gebäude Zug um Zug fertiggestellt und bezogen worden sind, hat vor allem der Fachbereich Informatik für großes Aufsehen gesorgt – nicht nur wegen der Erfolge im Studiengang Computervisualistik, sondern auch auf dem Gebiet der Verwaltungs- und Wirtschaftsinformatik.

So wird im Wintersemester das weltweit erste Kompetenzzentrum eröffnet, in dem Computerriese IBM und eine Hochschule gemeinsam Konzepte entwickeln. Im Mittelpunkt stehen dabei, so Prof. Dr. Petra Schubert, Projekte, die das elektronische Vermitteln von Wissen verbessern – und zwar nicht nur für die Studierenden, sondern vor allem für die Dozenten. Hintergrund: Das „neue“ Internet mit seinen rasant wachsenden sozialen Netzwerken bietet ungeahnte Möglichkeiten, die es nun zu nutzen gilt.

Gelang durch die Vereinbarung der Kooperation mit IBM ein europaweit beachteter Coup, ist man in der Verwaltungsinformatik sogar noch ein Stück weiter. Zwar ist die elektronische Verwaltung in aller Munde, doch machen die unterschiedlichen Systeme die Zusammenarbeit nicht einfacher. Deswegen arbeiten die Koblenzer Informatiker unter Führung von Prof. Dr. Maria Wimmer intensiv daran, die Standardisierung der Systeme zur forcieren. Es ist tatsächlich so, dass in Koblenz – auch wegen der Förderung durch die EU – die Fäden aus ganz Europa zusammenlaufen. Davon zeugen bereits mehrere internationale Kongresse. Dass derzeit die Infrastruktur der gesamten Kongressstadt
verbessert wird, kommt den Informatikern da sehr recht.(ka)

RZ Koblenz und Region vom Samstag, 17. Juli 2010, Seite 19

 
 

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