"60 Minuten" - SPD Pfaffendorf im Dialog mit Innenminister Roger Lewentz

Veröffentlicht am 02.09.2019 in Veranstaltungen

Christoph Kretschmer begrüßte einen gut gelaunten Innenminister

Erneut hatte die Pfaffendorfer SPD zu einer Veranstaltung in ihrer Reihe „60 Minuten“ eingeladen. Gast diesmal: Innenminister Roger Lewentz.

Zunächst begrüßte Ortsvereinsvorsitzender Christoph Kretschmer den prominenten Gast, der als Landtagsabgeordneter neben dem Rhein-Lahn-Kreis auch für das rechtsrheinische Koblenz zuständig ist.

Dann ging es schnell in den Dialog mit den anwesenden Bürgerinnen und Bürgern. Erstes Thema war die BuGa 2029, die auf einer Idee von Lewentz beruht. So stellte er dar, wie er überhaupt zu der Idee gekommen war und wo seiner Ansicht nach die große Chance in diesem Vorhaben liegt. So sei die BuGa eine Initialzündung für die dringend notwendige (Weiter)entwicklung des Mittelrheintals. Die Betreffenden Kommunen könnten nun, jeweils für Ihren Bereich aber trotzdem in einem Guss, das Tal weiterentwickeln.

Natürlich gebe es auch eine ganze Menge Herausforderungen (z.B. die großen Entfernungen), doch man habe ja noch 10 Jahre Zeit, um diese zu meistern. So stellte er unter anderem in Aussicht, bis 2029 den rechtsrheinischen Radweg durchgängig fertigzustellen.

Weiteres Anliegen der Bürgerinnen und Bürger war die Sicherheit. Hier verwies Lewentz auf die guten Zahlen des Landes Rheinland-Pfalz. Im Bundesvergleich sei man neben Bayern und Baden-Württemberg sicherstes Land. Bis 2025 würden zudem jährlich 580 neue Polizistinnen und Polizisten eingestellt.

Klar sprach sich der Innenminister gegen Waffen (hierzu zählen auch die sogenannten Taser) für kommunale Vollzugsbeamte der Ordnungsämter aus, so lange deren Ausbildung lediglich 10 Wochen dauere. 

Auch die Idee einiger Anwesender, wieder Beamtinnen und Beamte im Mittleren Dienst auszubilden und den früheren „Dorfpolizisten“ wiedereinzuführen, hielt Lewentz nicht für machbar. Er stehe voll hinter der Entscheidung, nur noch gut qualifizierte Kommissarinnen und Kommissare zu beschäftigen. Die Effizienz von Bezirksbeamten werde derzeit durch eine Arbeitsgruppe auf Bundesebene bewertet.

Ebenfalls zu den Sicherheitskräften zählen die Feuerwehren im Land. Hier stellte Lewentz die gute Ausstattung der Berufsfeuerwehr Koblenz dar, die durch freiwillige Kräfte in einzelnen Stadtteilen unterstützt wird.

Der Bereich Ehrenamt sei im Wahlkreis einem Stadt-Land-Gefälle unterworfen. In den Dörfern sei das Engagement meist höher, da der Bezug zur Gemeinschaft noch größer sei. Dies gelte sowohl bei der Feuerwehr als auch im Sportverein oder der Nachbarschaftshilfe. Insgesamt sei Rheinland-Pfalz mit überproportional vielen Ehrenamtlichen aber sehr gut aufgestellt.

Aus den Reihen der Bewohner der Pfaffendorfer Höhe kam zuletzt die Frage nach den beiden Kasernen auf. Hier konnte Lewentz lediglich sagen, dass das Verteidigungsministerium aktuell alle Privatisierungs-/Veräußerungsideen auf Eis gelegt habe, bis man eine Neuausrichtung-/strukturierung der Bundeswehr vorgenommen habe.

Sicher hätten die anwesenden Bürgerinnen und Bürger noch weitere Fragen gehabt. Aber die Veranstaltung heißt aus gutem Grund „60 Minuten“. Und diese waren an diesem Abend zu schnell vorbei.

 
 

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