60-Minuten-SPD im Dialog mit Jacqueline Bröhl vom Frauennotruf Koblenz

Veröffentlicht am 09.11.2019 in Stadtverband

Am 02.11. war Jacqueline Bröhl vom Frauennotruf Koblenz zu Gast beim Dialog der SPD. Moderiert von Anja Eisenblätter und Detlev Pilger entstand eine angeregte Diskussion rund um das Thema sexualisierte Gewalt gegen Frauen. Der Frauennotruf arbeitet als gemeinnützige Einrichtung seit 1991daran, sexualisierter Gewalt gegen Frauen und Mädchen entgegenzuwirken und betroffene Frauen und Mädchen zu unterstützen. Dies geschieht durch Beratung,Prävention und Information.

Die Angebote richten sich an Mädchen ab dem 12. Lebensjahr und an Frauen. Frau Bröhl erklärt zunächst, dass der Verein feministisch, basisdemokratisch organisiert ist. Alle Mitarbeiterinnen sind gleichberechtigte Partnerinnen und arbeiten ohne hierarchische Strukturen.
Gewalt gegen Frauen und Mädchen betrachten die Mitarbeiterinnen des Frauennotrufs als Ausdruck gesellschaftlicher Verhältnisse. Sie setzen sich dafür ein, solche gesellschaftlichen Strukturen zu verändern und stehen gleichzeitig solidarisch an der Seite betroffener Frauen und Mädchen.
Sexualisierte Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist ein leider immer noch präsentes Thema in unserer Gesellschaft, deswegen ist es umso erstaunlicher, dass die Finanzierung des Frauennotrufs immer noch problematisch ist. Trotz der Istanbul Konvention, die in Deutschland 2017 ratifiziert wurde und die festlegt, dass es
ausreichend spezialisierte Hilfen für alle Betroffenen geben muss, gibt es Finanzierungslücken für den Frauennotruf.
Die Finanzierung erfolgt in der Regel über freiwillige Leistungen aus kommunalen und/oder Landesmitteln, die jederzeit gekürzt werden können. Durch rückwirkende Bewilligungen im laufenden Jahr ist Anfang des Jahres oft unklar wie hoch die Zuschüsse tatsächlich ausfallen.
Ohne Spenden wäre die notwendige Arbeit des Frauennotrufs nicht möglich. Es ist wichtig, dass betroffene Frauen und Mädchen eine kompetente und wertschätzende Ansprechpartnerin haben, um ihre Handlungsfähigkeit und
Selbstverantwortung zu stärken oder wiederherzustellen. Die Beratung kann anonym erfolgen und keine Frau wird gedrängt, irgendwelche Schritte zu unternehmen. Die Finanzierung des Frauennotrufs muss Pflichtaufgabe der Politik werden, erklärt Detlev Pilger.
Damit dieses wertvolle Angebot weiter erhalten bleiben kann, bedarf es der Unterstützung durch die Politik. 
Abschließend antwortet Frau Bröhl auf die Frage, wie sie mit den belastenden Inhalten ihrer Arbeit umgeht:
„Es ist in uns allen drin, froh zu sein. Das erlebe ich bei der Begleitung der Frauen und Mädchen, dass das nicht zerstört werden kann.“ Wer sich näher informieren, oder den Frauennotruf unterstützen möchte, kann sich
unter www.frauennotruf-koblenz.de informieren.

 
 

Folgen Sie uns...

 

Facebook Instagram Twitter

 

Die AG 60plus - Programm 2020

(Zum Herunterladen des Flyers hier klicken!)

Termine

Alle Termine öffnen.

02.08.2021, 19:30 Uhr - 22:00 Uhr Stammtisch
Der traditionelle Stammtisch des Ortsvereins findet wieder in Präsenz statt. Jeden ersten Montag im Monat treffen …

05.08.2021, 19:00 Uhr - 21:00 Uhr Offene Vorstandssitzung mit Bundestagskandidat Dr. Thorsten Rudolph

06.09.2021, 19:30 Uhr - 22:00 Uhr Stammtisch
Der traditionelle Stammtisch des Ortsvereins findet wieder in Präsenz statt. Jeden ersten Montag im Monat treffen …

Alle Termine

WebsoziInfo-News

23.07.2021 14:55 NACH DER HOCHWASSERKATASTROPHE – „WIR STEMMEN DAS GEMEINSAM!“
Nach der Hochwasserkatastrophe hat das Kabinett ein von Olaf Scholz eingeleitetes erstes großes Hilfspaket und ein milliardenschweres Aufbauprogramm auf den Weg gebracht. „Wir stemmen das gemeinsam!“, sagte der Vizekanzler. „Wir werden das tun, was erforderlich ist.“ Die Hilfen sollten schnell und unbürokratisch fließen. „Alle können sich jetzt darauf verlassen“, sagte Scholz. Die Hochwasserkatastrophe habe viel

23.07.2021 05:52 Bernhard Daldrup zum Förderprogramm für Innenstädte
Unsere Innenstädte und Zentren sind durch die Corona-Krise sehr gebeutelt. Die langen Schließungen haben insbesondere den regionalen Einzelhandel und die Kulturszene getroffen. Theaterbesuche, Konzerte, Lesungen – all dies konnte im vergangenen Jahr kaum stattfinden und all dies sind Veranstaltungen, die Menschen in die Innenstädte ziehen und diese beleben. Aus diesem Grund stellt Bundesfinanzminister Olaf Scholz

21.07.2021 15:50 Ein kraftvolles Zeichen gesamtstaatlicher Solidarität
Das Bundeskabinett hat eine millionenschwere Soforthilfe für Hochwasseropfer auf den Weg gebracht. Für SPD-Fraktionsvize Achim Post eine klares Signal: Bund und Länder stehen in dieser Krise zusammen. „Viele Menschen in den Hochwassergebieten sind unverschuldet und über Nacht in Existenznot geraten. Die Schäden sind immens. Um die Not zu lindern wird auf Initiative von Bundesfinanzminister Olaf

Ein Service von websozis.info