SPD im Dialog: Ist unsere Windkraft noch zu retten?

Veröffentlicht am 09.03.2018 in Pressemitteilung

In der monatlich wiederkehrenden Dialogveranstaltung der Koblenzer SPD war Frau Dr. Sandra Hook Gast der März-Ausgabe. Die stellvertretende Präsidentin des Bundesverbandes WindEnergie und Hochschullehrerin mit dem Schwerpunkt Energiewirtschaft forscht alss promovierte Naturwissenschaftlerin zu Themen der Energiewirtschaft und zu diversen Nachhaltigkeitsthemen wie etwa der Akzeptanz der Energiewende, Landwirtschaft und Umwelt.

Dass diese Themen keine akademischen Nischen sind, zeigte sich allein schon darin, dass der Saal im Dormont's aus allen Nähten platzte. Neben interessierten Bürgern beteiligten sich Stadträte, Naturschutzverbände sowie Initiativen, die sich in der Region mit regenerativen Energien beschäftigen, an der lebhaften Diskussion.

Detlev Pilger eröffnete den Dialog mit der Frage, ob Windkraft nicht die Artenvielfalt vor Ort beeinträchtigte. Sandra Hook räumte ein, dass grundsätzlich all unser Handeln Konsequenzen habe. „Schlagopfer“ gebe es, würden aber durch die verschiedenen strengen Genehmigungsverfahren sehr minimiert. Wichtig in dieser Diskussion sei, dass die Artenvielfalt enorm vom Klima abhängig ist. Der Klimawandel beeinflusse die Artenvielfalt weitaus mehr. Entscheidend sei der Ausstoß von Treibhausgasen. Logische Konsequenz, die erneuerbaren Energien auszubauen.

Rheinland-Pfalz belege zurzeit einen Spitzenplatz beim Ausbau von regenerativen Energien, jedoch seien Weitergenehmigungen für bestehende Anlagen immer schwieriger. Dies sei unverständlich, da hier bereits die Infrastruktur vorhanden sei. In RLP seien die Windenergieflächen um die Hälfte gesunken, da das Wirtschaftsministerium diese Flächen nahezu halbiert habe. Durch diese Änderungen wird Rheinland-Pfalz auf die letzten Ränge fallen. In diesem Zusammenhang wies Sandra Hook darauf hin, dass die Windenergie für 6.000 Arbeitsplätze in Rheinland-Pfalz geschaffen habe.

David Langner interessierte, was für die Kommune sinnvoll hinsichtlich regenerativer Energien und Elektromobilität wäre.

Die kommunalen Stromanbieter könnten sehr viel Einfluss auf die Produktion von Energie nehmen, da diese die Möglichkeit der eigenen Stromproduktion hätten. In diesem Zusammenhang wurde das Projekt „Neue Energie Bendorf eG: Strömungsturbinen die im Rhein Strom erzeugen“ vorgestellt. Es bestehe ein riesiges Potenzial vor unserer Haustür, das es durchaus zu nutzen gelte.

Wichtig hinsichtlich der Elektromobilität in Koblenz sieht Sandra Hook eine gute Zugänglichkeit der zu schaffenden Ladesäulen sowie eine Privilegierung der E-Mobilität in der Stadt. Wichtig sei darauf zu achten, dass der konventionelle Verkehr nicht durch E-Mobilität ersetzt werde, sondern im Kombination mit dem Öffentlichen Personennahverkehr organisiert werden müsse.

 
 

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