Namensverwirrung um Bach

Veröffentlicht am 15.01.2018 in Kommunales

In der Rhein-Zeitung vom Dienstag, 2. Januar 2018 erschien auf Seite 13 folgender Artikel:

Plan Bubenheimer Bach in Rübenach wird renaturiert – nur heißt er da ganz anders

Rübenach. Der Bubenheimer Bach soll naturnah ausgebaut werden, damit das Wasser bei einem Hochwasser schneller abfließen kann – und zwar sowohl auf einem Teilstück in Bubenheim als auch in Rübenach. Das hat die Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord mitgeteilt, und dass das Projekt umgesetzt wird, dürfte für die meisten erfreulich sein. Aber: Einen Bubenheimer Bach in Rübenach gibt es gar nicht.
 

„Gemeint ist der Brückerbach, der allein aufgrund seines seltsam anmutenden Namens schon auf einen historischen Bezug schließen lässt“, schreibt Marion Lipinski-Naumann, Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Rübenach, an unsere Zeitung. Die früher existierende Brücke und das dazugehörige Brückenhaus seien Wahrzeichen des heutigen Koblenzer Stadtteils. Warum also wurde das Gewässer in „Bubenheimer Bach“ umgetauft? Lipinski-Naumann vermutet, dass ein nicht orts- und geschichtskundiger Mitarbeiter in der Stadtverwaltung hinter der „Sprachverwirrung“ steckt und den Wasserlauf umgetauft hat.

Tatsächlich handelt es sich um dasselbe Gewässer wie den Bubenheimer Bach, nur dass der in Bubenheim eben diesen Namen trägt, in Rübenach aber Brückerbach heißt.

Die Stadt räumt ein, dass hier ein Fehler vorliegt, „in der Gemarkung Rübenach heißt dieser Bach Brücker Bach, im weiteren Verlauf wird er dann zum Bubenheimer Bach“. Aus diesem Grund habe sich sozusagen als „Arbeitstitel“ der Begriff Bubenheimer Bach eingebürgert, teilt Stadt-Pressesprecher Thomas Knaak mit. Ob die Stadt dies ändern will, schreibt er nicht.

Wenn nicht, dürfte das Marion Lipinski-Naumann ziemlich ärgern. „Der Brückerbach ist und bleibt ein Rübenacher Kulturgut. Die Verwendung des korrekten Namens zu fordern, ist nicht zu viel verlangt“, findet sie. Für Rübenacher sei die falsche Benennung keine Lappalie, sondern schmerzhaft. Und: Allzu oft würden durch Verwaltungsakte historische Bezüge ausradiert. Dabei sei die Geschichte des eigenen Stadtteils für die Bevölkerung immer wichtiger, so die Sozialdemokratin, in Neuendorf etwa haben die alten Gassen wieder historische Namen bekommen. sem

 
 

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